Bergversetzereinsatz im Val Müstair

Bergversetzer im Val Müstair (Foto: zVg)
Bereits zum 38. Mal leisteten die Bergversetzer der reformierten Kirche Rupperswil in einer Bergregion einen Arbeitseinsatz.
Dieses Jahr unterstützte sie eine junge Bauernfamilie im Val Müstair, die ihren alten Anbindestall durch einen modernen Laufstall für rund 50 Tiere ersetzt.
Am Pfingstmontag reisten die ‘’Bergversetzer’’ unter der Leitung von Patrick Schindler und Bruno Lüscher über den Ofenpass ins Val Müstair. Die Gruppe war in Tschierv, im Lagerhaus Ramoschin untergebracht. Für das leibliche Wohl sorgten Rolf Brudermann und Walter Mittelholzer, die täglich feine Mahlzeiten zubereiteten.
Auf der Baustelle arbeiteten die Freiwilligen am Innenausbau der Heuboxen sowie an der Montage von Fressgittern und Liegeboxen, auch der Melkraum wurde beplankt mit Gipsplatten. Die Kühe verbringen den Sommer auf der Alp Mora auf über 2000 Metern Höhe und werden erst im September in den neuen Stall einziehen.
Am Freitag wurde vormittags noch gearbeitet und anschliessend die Baustelle aufgeräumt. Am Nachmittag stand eine Führung durch das Kloster St. Johann in Müstair auf dem Programm. Der pensionierte Lehrer Valentin Pitsch vermittelte eindrücklich die Geschichte des im Jahr 775 gegründeten Klosters, das wegen seiner karolingischen Fresken zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Nach Einkäufen im Dorfladen und einem Besuch in Lü stiess die Gruppe gemeinsam mit der Familie Fasser auf die gelungene Arbeit an.
Am Samstag trat die Gruppe nach einem reichhaltigen Brunch auf dem Ofenpass die Heimreise via Vereinatunnel nach Rupperswil an. Einige Teilnehmende kündigten bereits an, den Stall nach seiner Fertigstellung erneut zu besuchen.
Ein besonderer Dank gilt den Fahrern Bruno Lüscher und Bernhard Stüdli, der Kirchgemeinde Rupperswil für ihre finanzielle Unterstützung sowie der Organisation «Bergversetzer», einem Gemeinschaftsprojekt der Schweizer Berghilfe und der SAB. Peter Lais